Lichtverschmutzungs-Initiative - sp-resso.ch

SP Stein am Rhein - Oberer Kantonsteil
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Hintergrundinformationen zur kantonalen Lichtinitiative:
„Mehr Raum für die Nacht (Lichtverschmutzungsinitiative)“

Kurzinput, Überblick Absicht, Ziel und Wirkung der Initiative:
Lichtemissionen nahmen in den letzten Jahren markant zu. Diese Emissionen können beispielsweise von Strassen- und Platzbeleuchtungen, von direkt oder indirekt beleuchteten Werbeanlagen (kommerzielle Beleuchtung), von Zierinstallationen (szenografische Beleuchtung / Dekoration) oder auch von Innenbeleuchtungen stammen. Licht nimmt in Bezug auf Orientierung und Sicherheit eine wichtige Stellung in unserem Alltag ein. Jedoch führt der teilweise unkontrollierte Einsatz von Licht auch zu massiven Störungen der Tier- und Pflanzenwelt, also des gesamten Nachtökosystems, sowie des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus aller Lebewesen und gefährdet somit unsere eigene Lebensgrundlage. Das Licht hat ebenfalls Auswirkungen auf die Gesundheit von uns Menschen. Diese Zusammenhänge sind im Allgemeinen heute anerkannt. Die kantonale Lichtinitiative soll dieser Entwicklung entgegenwirken. Lichtemissionen, welche keinen eindeutigen Nutzen haben, sollen verboten oder zumindest so weit als möglich eingeschränkt werden. Die aktuelle Gesetzgebung im Kanton Schaffhausen ist sehr schwammig formuliert. Der Initiativtext soll eine striktere, griffigere Gesetzgebung initiieren bzw. vorgeben. Das Hauptziel bleibt aber ganz klar die Reduktion der aktuellen Lichtemissionen und die Verhinderung einer zukünftigen unkontrollierten Zunahme weiterer Kunstlichtquellen. Dabei sollen natürlich die Anliegen der Orientierungs- und Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Das Motto soll heissen: „Kunstlicht ist nur dort, wo es und nur dann, wenn es wirklich nötig ist, in Betrieb!“ Das Hauptargument für die Lancierung dieser Initiative, und somit also die erhoffte Wirkung ist und bleibt die Sicherstellung unserer Lebensgrundlage, also der Schutz der einheimischen Arten und der Erhalt der Biodiversität.
Christian Ehrat Ledergasse 16 / 8232 Merishausen ch.ehrat@bluewin.ch / 052 653 17 30
Damit die Nacht Nacht bleibt
 
Von meinem Wohnzimmer habe ich einen guten Blick auf die Altstadt, aber auch auf den Ortsteil „Vor der Brugg“. Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal spätabends aus diesem Fenster blickte, fiel mir etwas sofort auf: Da liegt kein schlafendes Städtli vor mir, sondern ein kleines Lichtermeer. Muss das sein?
 
 
Als Frau weiss ich ganz genau, wie viel Sicherheit Licht nachts spendet. Geht man spät allein nach Hause, so fühlt man sich an einer gut beleuchteten Hauptstrasse einiges sicherer als auf einem dunklen Feldweg. Aber wie viele dieser Lichter, die nachts noch brennen, erfüllen tatsächlich einen sinnvollen Zweck?
 
 
Mit den zahlreichen Lichtern verlängern wir den Tag und kürzen die natürliche Dunkelheit, die wir Menschen, aber auch Tiere und Natur benötigen. Klar, wenn es richtig dunkel ist, schlafen wir besser. Die Dunkelheit erleichtert aber auch nachtaktiven Tieren die Orientierung auf nächtlichen Wanderungen oder Flügen. Und auch die Pflanzenwelt ist von Lichtemmissionen betroffen: Machen wir mit künstlichen Lichtern die Nacht zum Tag, wird ihr natürlicher Stoffwechsel auf den Kopf gestellt. Zudem verbrauchen wir unnötig Elektrizität.
 
 
Wir alle können als Einzelpersonen bereits etwas gegen die Lichtverschmutzung tun: Installieren wir nur Leuchten, die wir wirklich benötigen. Und wenn wir Leuchten installieren, so achten wir uns auf entsprechende Normen und halten die Nachtruhe – diese gilt auch für Lichter – ein.
 
 
Auch die Gemeinde trägt hier Verantwortung, mit Strassenbeleuchtung und Beleuchtung öffentlicher Bauten und Sehenswürdigkeiten. Und wir werden auch noch darüber abstimmen können: Ende Januar wurde die Lichtverschmutzungsinitiative der Grünen Schaffhausen im Kantonsrat beraten, leider hat die bürgerliche Mehrheit die Initiative zur Ablehnung und empfohlen und auch auf die Ausarbeitung eines Gegenvorschlags verzichtet. Das letzte Wort haben nun die Stimmberechtigten.
 
 
Ich empfehle Ihnen, zur endgültigen Meinungsbildung nicht nur die Pro- und Kontra-Argumente anzuhören, sondern auch mal nachts aus Ihrem Fenster zu blicken oder einen nächtlichen Spaziergang zu unternehmen.  

Tamara Pompeo, Stein am Rhein

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