Lichtverschmutzungs-Initiative - SP-resso

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Hintergrundinformationen zur kantonalen Lichtinitiative:
„Mehr Raum für die Nacht (Lichtverschmutzungsinitiative)“

1. Teil: Kurzinput, Überblick Absicht, Ziel und Wirkung der Initiative: Lichtemissionen nahmen in den letzten Jahren markant zu. Diese Emissionen können beispielsweise von Strassen- und Platzbeleuchtungen, von direkt oder indirekt beleuchteten Werbeanlagen (kommerzielle Beleuchtung), von Zierinstallationen (szenografische Beleuchtung / Dekoration) oder auch von Innenbeleuchtungen stammen. Licht nimmt in Bezug auf Orientierung und Sicherheit eine wichtige Stellung in unserem Alltag ein. Jedoch führt der teilweise unkontrollierte Einsatz von Licht auch zu massiven Störungen der Tier- und Pflanzenwelt, also des gesamten Nachtökosystems, sowie des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus aller Lebewesen und gefährdet somit unsere eigene Lebensgrundlage. Das Licht hat ebenfalls Auswirkungen auf die Gesundheit von uns Menschen. Diese Zusammenhänge sind im Allgemeinen heute anerkannt. Die kantonale Lichtinitiative soll dieser Entwicklung entgegenwirken. Lichtemissionen, welche keinen eindeutigen Nutzen haben, sollen verboten oder zumindest so weit als möglich eingeschränkt werden. Die aktuelle Gesetzgebung im Kanton Schaffhausen ist sehr schwammig formuliert. Der Initiativtext soll eine striktere, griffigere Gesetzgebung initiieren bzw. vorgeben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies anzugehen. Das Kernkomitee hat sich für einen Foto: Jolanda Donné / 2016 Hintergrundinformationen Lichtverschmutzungsinitiative / Ch. Ehrat, Vorstand Grüne SH / Sept. 2019 / Seite 2 Initiativtext in der Form einer allgemeinen Anregung mit klaren Vorgaben zur Erstellung einer Verordnung entschieden. Eine Initiative bringt ein Thema in der Bevölkerung, aber auch bei Regierungen und Räten ins Gespräch. Aus einem solchen Anstoss können sich weitere positive Effekte auf die Reduktion von Kunstlicht ergeben. Das Hauptziel bleibt aber ganz klar die Reduktion der aktuellen Lichtemissionen und die Verhinderung einer zukünftigen unkontrollierten Zunahme weiterer Kunstlichtquellen. Dabei sollen natürlich die Anliegen der Orientierungs- und Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Das Motto soll heissen: „Kunstlicht ist nur dort, wo es und nur dann, wenn es wirklich nötig ist, in Betrieb!“ Das Hauptargument für die Lancierung dieser Initiative, und somit also die erhoffte Wirkung ist und bleibt die Sicherstellung unserer Lebensgrundlage, also der Schutz der einheimischen Arten und der Erhalt der Biodiversität.
Christian Ehrat Ledergasse 16 / 8232 Merishausen ch.ehrat@bluewin.ch / 052 653 17 30
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